Wie hat Unisex sich bei der PKV ausgewirkt?

Seit gut einem Vierteljahr ist Unisex in der Versicherungslandschaft angekommen. Die neuen Tarife haben einige Versicherungen teurer gemacht; das ist die eine Seite. Eine andere Seite hat jetzt das unabhängige Ratingunternehmen Franke und Bornberg beleuchtet. Die Experten haben sich die Bedingungswerke von 34 PKV-Tarifen von 17 Anbietern genauer angesehen und festgestellt, dass mit der gleichgeschlechtlichen Kalkulation und den neuen Tarifen durchaus einige Verbesserungen einhergehen – auch in der Privaten Krankenversicherung (PKV).

In diesem Versicherungssegment wurden die bereits im Dezember 2012 veröffentlichten Trendaussagen nunmehr bestätigt. Dazu zählt der Aspekt, dass nahezu alle Anbieter im Zuge der Unisex-Umstellung ihre Tarifwerke überarbeitet und parallel neue Produkte generiert haben: Jetzt gibt es bessere Leistungen, allerdings kosten die (meist für Männer) auch mehr.

Das Spektrum der Beitragserhöhungen ist immens und macht ein genaues Hinschauen unabdingbar: So wurden bei den untersuchten Angeboten für männliche Versicherte je nach Tarif und Anbieter zwischen moderaten vier bis zu 62 Prozent Aufschlag fällig. Für Frauen hingegen reicht die Bandbreite zwischen einer Ersparnis von 24 Prozent bis zu einem Aufschlag von 37 Prozent. Besonders positiv verzeichnet diese Studie, dass die Leistungsstandards mit den neuen Beiträgen auch eine neue Qualitätsstufe erreicht haben, „und Billig- und Einsteigertarife wohl zunehmend vom Markt verschwinden“, wie Michael Franke betonte.

Kritische Stimmen dagegen vertreten die Meinung, dass es noch zu früh sei für eine eingehende Analyse und Ratings. Sowohl die Unternehmen (Anbieter) als auch die Kunden würden sich noch in einer Orientierungsphase befinden. Demzufolge ist es derzeit nicht voraussehbar, welche Auswirkungen und Folgen – zum Beispiel im Hinblick auf etwaige Beitragsanpassungen und -entwicklungen – die Unisex-Tarife für Versicherte längerfristig haben werden.

Weiterhin wird in diesem Zusammenhang die Befürchtung geäußert, dass diese selektiv publizierten Ergebnisse eher zu einer Verunsicherung der Verbraucher und zu einem polarisierenden Echo in der Politik führen. Beides braucht die PKV derzeit nicht.

Es bleibt also nach wie vor wichtig, den Überblick über alle Aspekte der PKV zu behalten. Wir unterstützen Sie gern dabei – auch und gerade in der neuen Tarifwelt. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

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